Der 11er-Rat der KiKaG stellt sich vor

Für einen echten Kitzinger besteht die Rolle des 11er-Rats nicht nur aus Küssen und Schunkeln, sondern wir heizen den Saal so richtig ein. Die Stühle sind nicht nur zum Sitzen da und unser Lohn ist, wenn die Stimmung am Ende am Kochen ist.

 

Aus Sicht des Künstlers eine Unterstützung und gleichzeitig Belohnung. Sie sind immer nur so gut, wie das Publikum und das Umfeld, welches sie auf der Bühne vorfinden und da nimmt der 11er-Rat eine wichtige Position ein. Der Sitzungspräsident ist Profi und kann sich auf sie verlassen. Immer. Es ist ein eingespieltes Team, welches die karnevalistischen Veranstaltungen der KiKaG zu diesem Erfolg führt und das ist gleichzeitig auch sein großes Geheimnis. 

 

Aber bis es soweit ist, bedarf es viel Schweiß und Nervenkitzel. Das Präsidium der KiKaG und dessen 11er-Räte sind leitendes Gremium, Veranstalter, Akteure, Schauspieler, Musiker, Texter in einem und gleichzeitig muss sich jeder auf jeden verlassen können. In der Regel kommt der Vorstand obligatorisch aus dem 11er-Rat. Nähe zählt, um solche umfang- und erfolgreichen Karnevalssitzungen dieser Klasse umsetzen zu können. Daraus entwickeln sich dann auch tiefe Freundschaften.

Und es sind nicht nur die 11er, sondern vor allem auch deren Ehefrauen und viele Helfer, die ehrenhalber ihre Freizeit für die nächste Session investieren, um am Ende auf der Bühne zu stehen

und tosenden Beifall ernten zu dürfen. 

 

11er bei der KiKaG zu werden, ist daher eine Errungenschaft. Man bewirbt sich, stellt sich vor oder wird berufen. Letztendlich entscheidet jedoch der 11er-Rat selbst und das Präsidium, ob der neue Kandidat geeignet erscheint. Erkaufen kann man sich diese Position nicht, dem widerspricht schon alleine die Narrenehre.

Die Elf besitzt historische Tradition. Der Begriff 11er-Rat wurde im Zuge der Karnevalsreform von 1823 eingeführt und stammt somit aus der Zeit der Besetzung durch Frankreich im Zuge der Französischen Revolution. Durch die damit verbundene französische Gesetzgebung erhielten die Bürger einige Rechte, wie mehr Redefreiheit und Gleichstellung vor dem Gericht. Durch die

anschließende preußische Vorherrschaft wurden den Bürgern diese Rechte wieder genommen.

Um auf die Gleichheit aller Menschen hinzuweisen, bediente man sich der Zahl ELF, die angeblich die Anfangsbuchstaben der Losung der Französischen Revolution symbolisierte und für die Gleichheit

aller Menschen stand:

„Égalité, Liberté, Fraternité“ - Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit.

Die davon ausgehende Energie spürt man bis heute beim 11er der KiKaG. Eins neben Eins als Zeichen der Eintracht.

Aus dieser Verbundenheit heraus trägt man in unseren Sitzungen am Anfang Frack und die KiKaG-Kappe des 11er-Rats, der Sitzungspräsident zudem seine Sitzungspräsidentenkappe und die Kette aus dem Jahr 1952, die seine Rolle betont.

Während und auch nach der Session wird man zu allerlei Veranstaltungen geladen, Einladungen von Bürgermeistern, Landrätin oder von befreundeten Gesellschaften aus der Gegend und manchmal der ganzen Bundesrepublik.

Die Rolle des 11er-Rats ist hier die Außendarstellung der KiKaG entsprechend zu repräsentieren. Vorbildliches Verhalten ist hier selbstverständlich.

Ein Gastgeschenk wird in der Regel erwartet, was meist in Form eines Auftritts eine der Garden oder ein

Mitbringsel, wie eine der lokalen Spezialitäten, als symbolische Wertschätzung, erbracht wird. 

Im Sommer und Herbst bereitet man sich auf die kommende Session vor, trainiert, konstruiert, perfektioniert, baut den Umzugswagen, das sogenannte Schlappmaul, um oder feiert so manches ausgelassene Fest.

 

Wer meint, genau der Richtige zu sein, der diese besondere Luft schnuppern oder sich einfach an den Traditionen beteiligen möchte, ist hiermit herzlich eingeladen, zur KiKaG zu kommen.

Tex: Ralf Schweiger

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