LEONI - was steckt hinter den Kabeln - im Interview:

Herr Dr. Michael Rummel

Managing Director/Executive Vice President &CFO, LEONI Bordnetz-Systeme GmbH

 

LEONI in einem Satz?

LEONI ist ein globaler Anbieter von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für das Energie-

und Datenmanagement in der Automobilbranche

und weiteren Industrien.

 

Die letzten 10 Jahre in nur wenigen Sätzen?

Übernahme von Valeo Connective Systems (2008)

Mit dem Erwerb von Valeo Connective Systems (VCS), den Bordnetzaktivitäten des französischen Automobilzulieferers Valeo, wuchs der LEONI Unternehmensbereich Wiring Systems 2008 in eine neue Dimension. Zum Zeitpunkt der Übernahme produzierte VCS mit mehr als 12.000 Mitarbeitern an zwölf internationalen Standorten Bordnetz-Systeme und Kabelsätze für verschiedene namhafte Automobilhersteller – damit verbreitete die größte Akquisition der LEONI-Unternehmensgeschichte das Kundenportfolio der Wiring Systems Division. In Summe war der Erwerb ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum global tätigen Systemlieferanten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie.

 

Strategische Neuausrichtung von LEONI, um

von den Chancen aus dem dynamischen Marktumfeld sowie den globalen Megatrends bestmöglich zu profitieren

Die Entwicklung von LEONI bleibt nicht stehen. Wir suchen permanent nach Antworten auf neue technologische und gesellschaftliche Herausforderungen. Derzeit beschäftigt sich die Unternehmensgruppe intensiv mit der Digitalisierung, die nahezu alle Lebensbereiche und damit auch zahlreiche Anwendungsgebiete für unsere Produkte betrifft. Die Bordnetz-Division hat sich als Lösungsanbieter für Daten- und Energiemanagement neu positioniert und stellt den Pkw- und Nutzfahrzeugherstellern ein erweitertes Portfolio an innovativen Produkten und Services zur Verfügung – insbesondere für Elektromobilität, Konnektivität und autonomes Fahren.

Die letzten 10 Jahre im Detail:

 

2008

LEONI übernimmt die Bordnetz-Sparte des französischen Automobil-Zulieferers Valeo, später LEONI Wiring Systems France.

Erwerb von 50 Prozent des koreanischen Bordnetz-Herstellers Daekyeung und Übernahme

der internationalen Bordnetz-Produktion des russischen Automobilzulieferers Itelma.

 

2009

Gründung einer neuen Vertriebsgesellschaft für das Draht- und Kabelgeschäft in den Niederlanden.

Aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise leitet LEONI ein Kostensenkprogramm ein, kürzt Investitionsprojekte, stoppt Akquisitionsvorhaben und baut 9.000 Arbeitsplätze ab.

2010

LEONI eröffnet einen Stützpunkt für das Draht-/Kabelgeschäft in Nagoya, Japan, und ein Bordnetz-Entwicklungsbüro in Pune, Indien.

Erwerb der auf optische Fasertechnologien spezialisierten RoMack aus den USA.

Am Schweizer Standort Däniken nimmt LEONI die weltweit erste X-Ray-Anlage für den industriellen Einsatz in Betrieb.

2011

LEONI tritt dem UN Global Compact, einem internationalen Abkommen zwischen UNO und Unternehmen, bei und bekennt sich damit zu mehr Nachhaltigkeit.

Eröffnung einer Bordnetz-Produktionsstätte in Jining, China.

 

2012

Übernahme des verbliebenen 50-Prozent-Anteils am südkoreanischen Brodnetzspezialisten und bisherigen Joint Venture-Partner Daekyeung und Umfirmierungen in LEONI Wiring Systems Korea.

Eröffnung eines Vertriebsbüros in Dubai.

 

2013

LEONI eröffnet ein neues Kabelwerk bei Pune, Indien, und die vierte Bordnetz-Fertigung in China am Standort Langfang.

 

2015

Im mexikanischen Celaya und Panjin, China, entstehen zwei neue Werke für Fahrzeugleitungen.

Zwei weitere Bordnetz-Standorte werden in Tieling, China, und San Lorenzo, Paraguay, gebaut.

Beijing Hainachuan Automotive übernimmt 50 Prozent der Anteile des LEONI-Bordnetz-Werkes in Langfang.

 

2016

Strategische Neuausrichtung des Segments Wire & Cable Solutions vom Draht- und Kabelhersteller zum Lösungsanbieter.

Mehrheitsbeteiligung am chinesischen Bordnetz-Spezialisten Wuhan Hengtong.

 

2017

LEONI feiert 100-jähriges Firmenjubiläum

Wiring Systems Division positioniert sich als Spezialist für Daten- und Energiedatenmanagement im Fahrzeug.

Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen Adaptricity, einem Spin-Off der ETH Zürich mit Schwerpunkt auf Simulations-Software und Datenanalytik.

In Merida eröffnet LEONI den dritten mexikanischen Bordnetz-Standort und baut damit die Kapazitäten in der Region Amerikas weiter aus.

LEONI und Kitzingen? Der Ort, die Menschen, die Region…

Seit 50 Jahren ein zuverlässiger Arbeitgeber für die Menschen aus Kitzingen und der Region

konkret: Was ist das Besondere am Standort Kitzingen?

Kitzingen ist ein historischer und bedeutender Standort im LEONI-Konzern. Von hier aus wird das weltweite Bordnetz-Geschäft mit mehr als 30 Produktionswerken, rund 56.000 Mitarbeitern und erwarteten 2,4 Mrd. Euro Jahresumsatz gesteuert. Kitzingen ist daneben Kompetenzzentrum für Forschung & Entwicklung und beherbergt zudem Zentralabteilungen wie Einkauf, Personal oder Controlling. Nach Überwindung der Wirtschaftskrise des Jahres 2009 konnten rund 250 Arbeitsplätze aufgebaut werden, so dass heute ca. 930 Personen in Kitzingen beschäftigt sind. Die hier entwickelten Produkte und Technologien kommen in der weltweiten Automobil- und Nutzfahrzeugbranche zum Einsatz.

 

Wie grün, wie nachhaltig ist LEONI?

LEONI verfolgt eine klare Expansionsstrategie, die grundsätzlich mit einem wachsenden ökologischen Fußabdruck und steigenden Emissionen einhergeht. Zugleich stellen wir uns unsere Verantwortung für die Umwelt und betrachten ihren Schutz als ein wichtiges Unternehmensziel. Die Grundsätze unserer Umweltpolitik fließen auch in die Auswahl unserer Lieferanten ein.

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber weltweiten und langfristigen Herausforderungen wie den Klimaveränderungen und der begrenzten Verfügbarkeit von Ressourcen bewusst. Es ist unser Ziel, den Verbrauch natürlicher Ressourcen und Energie sowie die Auswirkung auf die Biodiversität möglichst gering zu halten. LEONI baut auf einen vorsorgenden Ansatz: So steht bei uns etwa die Abfallvermeidung vor der Abfalltrennung und

–entsorgung.

Klimaschutz

LEONI nimmt seit 2008 am Carbon Disclosure Project teil. Dabei handelt es sich um eine Initiative, die im Auftrag institutioneller Investoren Klimarelevante Informationen erhebt und unter anderem die CO2-Emissionen der größten börsennotierten Unternehmen im deutschen Sprachraum untersucht.

Erkenntnisse, die aus der Teilnahme an dem Projekt resultierten, nutzt LEONI um die eigenen Emissionswerte kontinuierlich zu verbessern. Der CO2-Ausstoß als Schlüsselindikator für Nachhaltigkeit steht dadurch kontinuierlich im Fokus.

 

 

Welche Kunden hat LEONI?

LEONIs größter Kundenkreis ist die weltweite Automobil-, Nutzfahrzeug-, und Zulieferindustrie, für die das Unternehmen sowohl Standard- und Spezialleitungen als auch kundenspezifisch entwickelte Bordnetz-Systeme und zugehörige Komponenten produziert.

Weiterhin beliefert LEONI die Märkte Datenkommunikation & Netzwerke, Gesundheitswesen, Prozessindustrie, Transport, Energie & Infrastruktur, Fabrikautomation, Maschinen & Sensorik sowie Marine.

 

Persönlich: Wenn nicht hier dann dort! Wo würden Sie arbeiten, wenn nicht bei LEONI?

Bei einem Arbeitgeber in der Region, denn hier ist kein Stau wie in den Großstädten.

 

Ausblick: LEONI am Standort Kitzingen in 5 und in 15 Jahren…

LEONI konzentriert seine automobile Forschungs- und Entwicklungstätigkeit auf die großen Trends der Branche wie Elektromobilität, autonomes Fahren und Vernetzung – ergänzt durch Leichtbaulösungen, Muli-Voltage- und Funktionsintegration, aber auch Logistik- und Enineering-Kompetenz.

LEONI verfolgt das Ziel, ein führender Lösungsanbieter von intelligenten Systemen für die Megatrends Energieübertragung und Datenmanagement zu werden.

Hier finden Sie uns:

LEONI Bordnetz-Systeme GmbH

Flugplatzstraße 74

97318 Kitzingen

Telefon +49 9321 304-0

Fax +49 9321 304-2230

E-Mail bordnetze@leoni.com

bordnetze@leoni.com

www.leoni.com/de/

kitzingen-kanns.de ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt Kitzingen, Stadtmarketingverein Kitzingen und atelier zudem.

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